Wie weiter mit dem Stadtteilforum? - Ergebnisse eines Meinungsaustauschs

Ergebnisse des Erfahrungsaustausches mit ehrenamtlich tätigen Bewohner/innen am 22.8.2013

Ein wichtiger Bestandteil der Partizipation im Stadtteil ist das seit 2009 bestehende Stadtteilforum. Dreimal im Jahr kommen Bewohner/innen und Vertreter/innen von Einrichtungen des Gebietes unter der Leitung von Stadtrat Oliver Schworck, bzw. vormals unter Frau Schöttler, zusammen, um aktuelle Informationen über den Stadtteil zu erlangen und sich über Ideen, Anregungen und Probleme auszutauschen.

Ziel der Veranstaltung am 22.8.2013 war es, diese langjährig erprobte Form des Stadtteilforums zu hinterfragen:
Wie sollte das Stadtteilforum nach Ansicht der Teilnehmer/innen aussehen, damit mehr Menschen sich zur Mitwirkung motivieren lassen?


Eingeladen zum Erfahrungsaustausch waren rund 40 Ehrenamtliche, die sich in besonderer Weise für den Stadtteil engagieren.
Angeregt von der Methode „World-Café“ wurden die 19 teilnehmenden Bewohner/innen in 5 Gruppen aufgeteilt, um dort nach kurzer gegenseitiger Vorstellung zu 3 Fragekomplexen ihre Meinungen, Ideen, Erfahrungen darzulegen.
An jedem der 5 Tische wurden die Ergebnisse der Diskussion von Moderatorinnen stichpunktartig notiert. Der jeweils zentralste Gedanke der Gruppe wurde anschließend kurz im Plenum präsentiert, bevor die Teilnehmer/innen zum gemütlichen Teil des Abends übergingen.

Die Teilnehmer diskutierten die im Folgenden dargelegten Fragestellungen - die jeweiligen Ergebnisse finden Sie im Einzelnen auch in der tabellarischen Übersicht

1. Frage: Welches sind die Themen, die die Menschen im Stadtteil bewegen?

Neben allgemeinen Themen zur Zukunft des Stadtteils, zu Sanierung und Bautätigkeit, steigenden Mieten sowie zur Bevölkerungszusammensetzung bewegen die Teilnehmer vor allem Unzulänglichkeiten in der Infrastruktur (Grünflächenpflege, fehlende Bänke, Einkaufssituation, Verkehrssituation u. a.) und die Sicherung von Ordnung/Sauberkeit/Lärmvermeidung.


2. Frage: Haben Sie eine Idee, wie das Stadtteilforum gestaltet werden könnte, damit es für die Bewohnerschaft ansprechender ist und mehr Bewohner/innen es als Gremium für ihre Ideen, Anregungen und Kritiken nutzen?

In den Arbeitsgruppen wurden sehr viele verschiedene und konstruktive Vorschläge hierzu eingebracht. Sie reichen von Ideen für Ort, Zeit, Häufigkeit des Forums, seine stärkere Ausrichtung auf bestimmte Zielgruppen, Wege der Themenfindung, seinem Informationsgehalt (Rückkopplung der Themen aus früheren Veranstaltungen), andere Formen der Bewohnerbeteiligung (Begehungen, Stammtisch, Meckerabend), einer umfassenderen Öffentlichkeitsarbeit (Einladung in die Briefkästen, Mehrsprachigkeit) bis zu seiner Struktur (unterschiedliche Menschen in kleinen Gruppen zusammenbringen, mehr Angebote mit Spiel zum Auflockern) sowie dem Bereitstellen eines Getränke- / Snackangebotes.


3. Frage: Was würde fehlen, wenn es das Stadtteilforum nicht mehr gäbe?

Alle Äußerungen zu dieser Frage betonen, dass das Stadtteilforum immanenter Bestandteil aller Bemühungen zur Quartiersverbesserung ist. Es fördert den Austausch, das Miteinander im Stadtteil, ermöglicht den Informationsaustausch zwischen Bewohnern, Politik/Verwaltung/Ämtern und Einrichtungen im Gebiet.

Wir danken allen Teilnehmer/innen für Ihre Mitwirkung und die zahlreichen konstruktiven Ideen!

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