Feiern Sie mit: 40-jähriges Schuljubiläum der Gustav-Heinemann-Schule in Marienfelde

Die Gustav-Heinemann-Schule feiert - feiern Sie mit!

Festakt:
Mittwoch, 10. September 2014 um 11.00 Uhr

im Theaterzentrum der Gustav-Heinemann-Schule, Haus A,
Waldsassener Str. 62, 12279 Berlin

Mitglieder der Familie Heinemanns haben ihre Teilnahme zugesagt.

Prof. Dr. Dr. Daniel Wichelhaus, ein Enkel Gustav Heinemanns, wird das Ereignis durch eine persönliche Ansprache würdigen.

Herr Mark Rackles (Staatssekretär für Bildung) repräsentiert mit seinem Beitrag die Senatschulverwaltung.
Frau Jutta Kaddatz (Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Sport) spricht ein Grußwort zu diesem feierlichen Anlass auch im Namen Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg.

Der Botschafter von Japan in Berlin, Herr Takeshi Nakane, ist ebenfalls anwesend, weil die Gustav-Heinemann-Schule Japanischunterricht als 2. Fremdsprache sowohl ab Klasse 5 als auch ab Klasse 7 anbietet.

Die Big Band spielt passende Musikstücke zu den einzelnen historischen Epochen im Leben Heinemanns.
Der Schulleiter wird in seiner Festrede die Meilensteine auf dem Weg von 40 Jahren Gustav-Heinemann-Schule beleuchten.

Im Anschluss an den Festakt wird im Foyer eine von Schülerinnen und Schülern gestaltete Dauerinstallation über Gustav Heinemann feierlich enthüllt sowie eine Ausstellung mit Karikaturen zu Gustav Heinemann eröffnet.

Als musikalisches Feuerwerk werden danach alle fünf Bläserklassen auf dem grünen Schulcampus zusammen aufspielen.

Am Abend (10.09.2014) um 19.30 Uhr führt der Oberstufenkurs Darstellendes Spiel seine Premiere des eigens für das Jubiläum inszenierten Schwanks "Grand Malheur" von Bernd Gombold im Theaterzentrum der Heinemann-Schule auf.
Die zweite Aufführung findet am 11. September, 19.30 Uhr statt.

Am 8. und 9. September gibt es bereits Schulklassengespräche mit ehemaligen Schülern der Heinemann-Schule, die jetzt fest im Berufsleben stehen,
so zum Beispiel mit
Senator Michael Müller (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt), Schauspieler Tobias Wollschläger,
Patrick Liesener (Persönlicher Referent, Deutscher Bundestag).
Auch ein Enkel von Gustav Heinemann,
Prof. Dr. Dr. Daniel Wichelhaus wird sich den Fragen der interessierten Schülerinnen und Schüler stellen.

Der traditionelle Lauf der Heinemann-Meile mit einem Großteil der Schülerschaft findet am 11. September statt.

Am Freitag, dem 12. September werden bei einem großen Schulfest auf dem grünen Campus in der Waldsassener Str. rund 1400 Luftballons aufsteigen mit Grußworten der Schülerinnen und Schüler und einer Überraschung für die Finder der Ballons.


Zur Schule:


Die Gustav-Heinemann-Schule wurde 1974 als 2. Oberschule Tempelhof gegründet.

1975 zog sie in das damals neu errichtete quaderförmige Gebäude mit fünf Ebenen am Tirschenreuther Ring ein. Dabei handelte es sich um ein multifunktionales Bildungszentrum mit Tageslichtersatzräumen und überforderter Klimaanlage. Es beherbergte neben der Schule eine Stadtbücherei, einen Jugendclub mit Diskothek und eine Volkshochschule.

Natürlich war es 1988 für die gesamte Schulgemeinschaft ein Schock,
als das Schulgebäude am Tirschenreuther Ring wegen der Entdeckung von Spritzasbest kurzfristig geschlossen werden musste.
Über Tausend Heinemann-Schülerinnen und -schüler wurden für einige Monate auf benachbarte Schulen verteilt. Die damalige Pädagogische Hochschule in Lankwitz nahm dann für zwei Schuljahre die gesamte Schülerschaft provisorisch auf. Das für 5 bis 6 Jahre konzipierte Provisorium in der Waldsassener Straße konnte erst im August 1990 bezogen werden.
Ohne diesen Asbestvorfall hätte es ein Schuldorf in Pavillonbauweise
auf grünem Campus sicher nicht gegeben. Es entstand hier eine Schulkultur, die fast ein Vierteljahrhundert Schule gemacht hat und sich immer noch großer Beliebtheit erfreut.
Inzwischen läuft der Architektenwettbewerb für einen Neubau am Tirschenreuther Ring. Wir wünschen uns einen Baukörper, der die angenehme Atmosphäre des jetzigen Schuldorfs ermöglicht. Somit sind wir gespannt auf die Entwürfe der Architekten.

An der Gustav-Heinemann-Schule orientieren wir uns an den Begabungen und Talenten unserer Schülerschaft. Deshalb fördern und fordern wir sie in unseren verschiedenen Profilen.
Konsequenterweise nehmen wir in Klasse 7 nicht nur nach dem Kriterium der Förderprognose auf, die sich aus den Noten der letzten zwei Grundschulzeugnisse errechnet, sondern auch nach Kriterien für unsere verschiedenen Profile. So gibt es für jedes Profil, ein fachspezifisches, an den Gaben und Talenten der Schülerinnen und Schüler orientiertes Aufnahmeverfahren. Musik (Bläserklasse), Englisch bilingual sowie Mathematik-Informatik decken ganz unterschiedliche Begabungsbereiche ab und stellen für die unterschiedlichen Schülerinteressen passende Angebote dar.


Darüber hinaus bereichert der regelmäßige Austausch mit unseren Partnern in Japan, China, Frankreich, Polen, England und den USA das Unterrichtsangebot und schafft persönliche Beziehungen, die politische, kulturelle und sprachliche Grenzen überwinden.
Reisen finden aber nicht nur zur Unterstützung der Fremdsprachen statt. Auch die Naturwissenschaftler fahren bis nach Genf in die Schweiz, um das weltgrößte Forschungszentrum der Elementarteilchen-Physik hautnah zu erleben.

Unsere Musiker gehen inzwischen auch regelmäßig auf Tournee. Dabei ist die Big Band das Ensemble mit der längsten Tradition an der GHO. Die musikalischen Facetten werden immer vielseitiger. Neben fünf Bläserklassen, einer Big Band, einer Concert Band und einer Big Soul Band gibt es auch kleinere Formationen wie z. B. die Country Band.

Nicht nur prominente Gäste, die zu Schulklassengesprächen zu uns kommen, schätzen die künstlerische Ausgestaltung.

Bei Musical- und Theaterinszenierungen schlüpfen unsere Schülerinnen und Schüler in andere Rollen und zeigen Talente, die in manchem Fachunterricht so nicht deutlich werden.

Sport schafft neben dem körperlichen Ausgleich Möglichkeiten, sich dem Wettbewerb mit anderen Schulen zu stellen. Wir realisieren auch Wintersportarten im Sommer. Unsere Skilanglauf-AG beweist dies.


Gebäude und Schulsysteme wechseln, die Gustav-Heinemann-Schule jedoch bleibt ihren Grundprinzipien treu. Die leistungsstärkere Schülerschaft zieht ihre Mitschülerinnen und Mitschüler mit - oft über die gymnasiale Oberstufe bis hin zum Abitur. Für unsere Schule sind die Werte einer demokratischen Gesellschaft bindend. Unsere Schulkultur ist von gegenseitiger Wertschätzung, Achtung und Respekt geprägt.
Die Gustav-Heinemann-Schule ist dabei den Überzeugungen ihres Namensgebers verpflichtet. Seine aus christlichen Werten erwachsene Zivilcourage, Moral und Solidarität mit Benachteiligten dienen weiterhin als Vorbild und Orientierung im Schulalltag.

Als Schule im 21. Jahrhundert haben wir die Aufgabe, Schülerinnen und Schüler auf die sich ständig wandelnden Anforderungen einer vernetzten und globalen Gesellschaft vorzubereiten. Die Gustav-Heinemann-Schule bietet hierfür eine stabile Umgebung, um Bildung, soziale Kompetenzen und Mündigkeit zu erwerben und zu erproben.

Carsten Hintze
Schulleiter

text: PM GHO