„Wer Hip Hop machen will, muss lesen“ - Mit dem Rapper Volkan T im Medienhaus Marienfelde

Die Botschaft war klar: Wer HipHop macht, muss mit Sprache umgehen können. Texten und Reimen kann nur, wer liest. Eine „passendere“ Botschaft im Medienhaus Marienfelde, das eine Jugendeinrichtung und eine Bibliothek verbindet, kann es wohl kaum geben.

Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, als der Rapper Volkan T den 20 Jugendlichen von seiner Arbeit als Musiker und Produzent erzählte. Viele der Jugendlichen machen selber Musik, texten und rappen in dem kleinen Studio im Medienhaus.

Leider wurde die Jugendeinrichtung aus Brandschutzgründen für einige Monate geschlossen und die Jugendliche müssen in einer leer stehenden Kita ihre Freizeit verbringen. Auf Vermittlung des Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses, Ingo Siebert, sollte der Besuch des berühmten Rappers das Exil der Jugendlichen etwas „versüßen“.

Volkan T Ist einer der Wegbereiter für den türkischen Hip Hop in Deutschland und in der Türkei. Er arbeitete mit Stars der türkischen HipHop-Szene wie Ceza, Ayben, Sahtıyan und mit deutschen Rappern wie Kool Savaş, Tone, D-Flame und Galla zusammen.

Viele Fragen der Jugendlichen wurden beantwortet: „Du kannst nicht rappen und gleichzeitig Gangster sein, das geht nicht“, so Volkan auf Nachfragen der Jugendlichen. Es ging richtig ab in der kleinen Turnhalle, als Volkan T aus seinem Programm rappte und auch die Jugendlichen eigene Songs performten. Ein gewinnbringender Austausch.

Volkan arbeitet unter anderen auch für die Akademie der Autodidakten, die kulturelle Kompetenzen in Schulen vermittelt. Aus der Erfahrung berichte er, dass „viele Schulen noch nicht verstehen, „wie wertvoll HipHop-Kultur für die Jugendliche sein kann“. Mit der vom Nachbarschaftszentrum ufaFabrik betriebenen Jugendeinrichtung im Medienhaus gibt es einen Ort für diese Kultur.

text/fotos: KiTS aktuell vom 21.4.2011