Projekte 2016 und 2017 ohne Fördermittel – ehrenamtlich organisierte Projekte, mit Unterstützung des Quartiersbüros W40

Wie bereits in den Vorjahren gab es 2016 und 2017 zahlreiche Projekte ohne die Inanspruchnahme von Fördermitteln, getragen von ehrenamtlichen Bewohnerinnen und Bewohnern. Sie haben damit einen beachtlichen Beitrag zur Quartiersentwicklung in der Großsiedlung Waldsassener Straße geleistet. Dafür gebührt ihnen ausdrücklich Dank und Anerkennung.

Das Quartiersbüro W40 stand den Organisatoren in ihrem Engagement erneut mit Rat und Tat zur Seite, sei es bei der Öffentlichkeitsarbeit, der Bereitstellung von Equipment u. a.

Auch im kommenden Jahr ist das ehrenamtliche Engagement eine wichtige Säule, um den Zusammenhalt in der Bewohnerschaft zu festigen, die Nachbarschaft und Kommunikation im Stadtteil weiter zu entwickeln.

Im Folgenden werden die einzelnen Projekte vorgestellt:

Kieztrödel Firlefanz

Fröhlicher Trubel beim Firlefanz

Den Trödelmarkt „Firlefanz“ – ein von einer Bewohnerin entwickeltes Projekt – gibt es nunmehr bereits seit sieben Jahren. Der seit sechs Jahren ohne Förderung ehrenamtlich von einem Bewohnernetzwerk um Erwin Diener organisierte Kieztrödel fand 2016 und auch 2017 jeweils vier Mal statt. Alle Markttermine waren sehr gut besucht und sorgten neben den gebotenen „Schnäppchen“ für reichlichen Austausch zwischen den Bewohner/innen. Ein besonderes Highlight war 2016 die Kooperation mit dem rbb beim Kiez-Trödel im April: Unter dem Motto „Schatz und Schätzchen“ konnten Bewohner/innen hier ihre Antiquitäten schätzen lassen. Über die große Resonanz dieses Trödels berichtete sogar die rbb- Abendschau.

Alle Trödler und treue Kunden freuen sich schon auf weitere Kiez-Trödel „Firlefanz“ im nächsten Jahr.

Gärten der Länder

Gemeinsasm Gärtnern macht Spaß!
Fröhliches Sommerfest 2016
Unglaublich, dieser Balkon!

Die Mitwirkenden des 2014, im Rahmen der FEIN-Förderung initiierten, interkulturellen Gemeinschaftsgartens, gründeten in 2016 mit der Unterstützung von netzwerk stadtraumkultur den Verein „Gärten der Länder e.V.“. Die Gärtnerinnen wirkten mit ihren Aktivitäten sichtbar im Stadtteil und für den Stadtteil. Sie wurden vom Quartiersbüro W40 bei ihren Aktivitäten, bei der Öffentlichkeitsarbeit und in der Förderung des Miteinanders unterstützt. Der neu gegründete Verein engagierte sich 2016 außerdem als Träger für das FEIN-Projekt „gemeinsam Kochen“.
In 2017 war der Verein Träger des geförderten Projekts „Säen und Ernten“ zum Anlegen und Betreuen von Hochbeeten gemeinsam mir Bewohnern des Übergangswohnheims Marienfelder Allee. Vereinsmitglieder engagierten sich als ehrenamtliche Helferinnen bei diesem Projekt, unternahmen darüber hinaus mit Heimbewohner/innen Ausflüge zum Botanischen Garten und zur IGA in Marzahn.

Zahlreiche Bewohner/innen im Gebiet beteiligten sich 2016 mit ihren bepflanzten Balkonen am dritten Marienfelder Balkonwettbewerb, zu dem der Verein „Gärten der Länder e.V.“ und das Quartiersbüro aufgerufen hatten. Eine Jury bewertete die Gärten und verlieh beim Sommerfest Urkunden und Preise (gesponsert von der degewo) an die Gewinner/innen.

Das Sommerfest in den „Gärten der Länder“ 2016 bot neben Kulinarischem ein buntes Bühnenprogramm und zahlreiche attraktive Angebote für große und kleine Besucher/innen und war ein großer Erfolg. Das lange vorbereitete Sommerfest 2017 fiel wegen Starkregens buchstäblich ins Wasser. Das hinderte zwar viele Besucher/innen an dessen Besuch, doch trotzten die Gärtner/innen dem Wettergott und schnabulierten unter dem Regendach die selbst zubereiteten Köstlichkeiten.

Kuchen- und Tortenwettbewerb

Glückliche Presiträger/innen beim Tortenwettbewerb

Der Tortenwettbewerb wurde 2016 erstmalig ohne FEIN-Förderung veranstaltet. Dank des großen Einsatzes von Bewohnerinnen und Bewohnern, die den Wettbewerb bereits in den Vorjahren ehrenamtlich organisiert und durchgeführt hatten, war die Veranstaltung 2016 erneut sehr erfolgreich. Groß und Klein waren herzlich eingeladen, ihre selbstgebackenen Torten und Kuchen zu präsentieren oder zum Probieren vorbeizukommen. Bei einem gemütlichen Beisammensein von Nachbarn werden kulturelle Beiträge bestaunt, eingereichte Meisterbackwerke erst bewundert und anschließend verkostet. Eine Jury kürt die besten Backwerke (Torte, Kuchen und Backwerke von Kindern) und vergibt für die Besten Preise, die von der degewo und der Bezirksbürgermeisterin gesponsert werden.

Auch 2017 fand am 25. November wieder der von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern um Erwin Diener organisierte Wettbewerb statt.

Weihnachtsmarkt

Strahlen beim Weihnachtsmarkt auch hinterm Stand

In 2016 konnte der jährliche Weihnachtsmarkt in der Waldsassenerstraße zum ersten Mal ohne öffentliche Förderung dank des ehrenamtlichen Engagements von Herrn Fürstmann und Herrn Diener durchgeführt werden. Sie sorgten dafür, dass eine gute weihnachtliche Stimmung in den Räumen des Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrums, im „Alten Waschhaus“ entstehen konnte. Dazu trag ferner die Unterstützung der degewo bei. Die vielen unterschiedlichen Angebote von ehrenamtlichen Verkäufer/innen wurden von den Nachbar/innen und Bewohner/innen im Quartier sehr gut angenommen.

Für den Weihnachtsmarkt 2017 haben sich Bewohner/innen für einen teilweise mit öffentlichen Fördermitteln, teils mit Unterstützung seitens der degewo gesponserten Weihnachtsmarkt vor dem kleinen Gewerbezentrum in der Waldsassener Straße eingesetzt. Sie werden den Weihnachtsmarkt – mit Unterstützung des Quartiersbüros W40, weitgehend ehrenamtlich organisieren.

Hundehalter-Initiative „Waldi“

Fröhliches Trainieren von Mensch und Hund

Die Hundehalterinitiative, die sich im Jahr 2014 auf Initiative von Frau Elke Saalmann u. a. gegründet hat, sieht ihre Aufgabe darin, zu einem konfliktfreien Zusammenleben zwischen Hundehaltern und Bewohner/innen in der Großsiedlung Waldsassener Straße beizutragen. Dabei liegt ein wesentliches Augenmerk darauf, sich über artgerechte Haltung, Bewegung und Ernährung auszutauschen. Ziel der Hundehaltertreffen ist es ferner, Hundehalter zur Einhaltung von Regeln für das konfliktfreie Zusammenleben von Hundehaltern und anderen Bewohner/innen anzuhalten sowie sie zu animieren, die Hinterlassenschaften ihrer Hunde zu entsorgen. Die Hundehalterinitiative „Waldi“ tagte 2016 mehrmals. Sie setzte sich dafür ein, dass im Frühjahr 2016 vier zusätzliche Müllbehälter aufgestellt wurden.

Handarbeitskränzchen

Gehäkelt, gestrickt - und Käffchen mit bei

Das auf Initiative von Frau Monika Battist und Ingrid Naramski im Jahr 2012 ins Leben gerufene Handarbeitskränzchen wurde 2016 und 2017 weitergeführt. Die Damen treffen sich in gemütlicher Runde im zweiwöchigen Rhythmus. Das Kränzchen wird sehr gut angenommen. Die Handarbeitsgruppe besuchte 2016 die Notunterkunft in der Daimlerstraße und nahm an einem Häkel-Treffen mit Geflüchteten aus dem Übergangswohnheim Marienfelder Allee im Senioren Treff des EJF teil. Bei vielen Gelegenheiten bieten sie die fertigen Handarbeiten zu erschwinglichen Preisen zum Kauf an.

Patchwork-Kurs

Schönes aus Patchwork etnsteht in Gemeinschaft

Der in 2014 über den Aktionsfonds geförderte Patchwork-Kurs wurde von den Bewohnerinnen Frau Monika Battist und Christa Lentzsch 2016 und 2017 ehrenamtlich fortgeführt. Wöchentlich treffen sich 5-6 Bewohnerinnen im Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum Marienfelde-Süd, um in gemütlicher Runde gemeinsam zu nähen. Die Ergebnisse präsentieren sie bei verschiedenen Veranstaltungen im Stadtteil.

Gymnastikkurse 50+

Sitzgymnastik in feschem Pink - Vorführung beim Sportfest

Seit 2009 organisiert Monika Battist im Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum Marienfelde-Süd e.V. mehrmals wöchentlich ehrenamtlich Gymnastik-Kurse für Menschen ab 50 Jahre. Außerdem organisiert sie regelmäßige gesellige Treffen der Gymnastik-Gemeinschaft. Die Sportgruppen präsentieren bei vielen Kiez-Festen, wie dem Marienfelder Sportfest und/oder dem Marienfelder Generationenlauf das in den Kursen Erlernte und spornen somit andere an, selbst Sport zu treiben. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Förderung der Gesundheit älterer Kiezbewohner/innen geleistet.

Computerkurse

Die seit 2011 im Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum Marienfelde Süd durch Herrn Gebhardt als ehrenamtlich tätiger Lehrer wöchentlich stattfindenden Computerkurse erfreuen sich großer Beliebtheit und werden sehr stark nachgefragt. Anfangs durch den Aktionsfonds gefördert, trägt sich der Kurs durch geringe Teilnehmerbeiträge seit vielen Jahren selbst.

Naturvorträge

Herr Baumann ist preisgekrönter Naturfotograph und bekannt für seine beeindruckenden Tieraufnahmen. Seit vielen Jahren präsentiert er seine Beobachtungen – zumeist aus dem nahen Umfeld – in ehrenamtlichen Lichtbildervorträgen in verschiedenen Einrichtungen des Stadtteils. Damit trägt Herr Baumann zur Vertiefung von Kenntnissen in Flora und Fauna und die Notwendigkeit des Natur- und Umweltschutzes bei.

Mieterfest Waldsassener Straße 44-60

Das nunmehr achte und neunte ehrenamtlich organisierte Mieterfest der Mieterinitiative Waldsassener Straße 44-60 fand 2016 und 2017 statt - finanziell unterstützt durch die degewo. Ein eingespieltes Festkomitee um Herrn Erwin Diener organisiert ohne weitere Hilfestellung diese Mieterfeste. Damit wie mit weiteren Mietertreffen werden das Zusammenleben und der Austausch zwischen den Bewohnerinnen und Bewohner gestärkt.

Beetbepflanzung im (halb-)öffentlichen Raum

Wasser und Blüten marsch!

Bewohnerinnen bepflanzen und pflegen seit einigen Jahren Hochbeete vor dem kleinen Gewerbezentrum in Marienfelde Süd und nutzen so die Möglichkeit, einen kleinen Bereich individuell zu gestalten. Die Kosten für Pflanzen und Erde tragen weitestgehend die degewo als Eigentümerin dieser Flächen, z. T. auch die Bewohnerinnen privat. Anwohnerinnen und Anwohner erfreuen sich an den gepflegten Beeten. Hierbei haben sich Frau Nowakowski und Frau Battist besonders verdient gemacht.

Line Dance

Line-Dance - da möchte man doch gleich mitmachen!

Tanzfreudige Bewohnerinnen und Bewohner treffen sich seit 2009 wöchentlich im Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum Marienfelde Süd e.V. zum Line Dance Training. Mit den von ihnen eingeübten Tanzchoreographien begeistern sie regelmäßig bei Auftritten zu verschiedenen Veranstaltungen im Stadtteil (z.B. Generationenlauf, Sommerfest in den „Gärten der Länder“, Marienfelder Sportfest, Tortenwettbewerb).

Mit ihren vielen Darbietungen bereichern die Line Dancer die Stadtteilkultur in der Großsiedlung. Allen Tänzerinnen und Tänzern und ganz besonders der Leiterin der Line Dance Gruppe ein herzliches Dankeschön für ihr ehrenamtliches Engagement.

Ausflüge zum Kennenlernen anderer Kulturen

Beim Ausflug zum Buddhistischen Tor

Um andere Kulturen kennenzulernen und das interkulturelle Miteinander in der Großwohnsiedlung rund um die Waldsassener Straße zu fördern, wurden 2016 Besuche in das Buddhistische Haus in Frohnau sowie zum Buddhistische Tor in Berlin Mitte organisiert. Beide Besuche beinhalteten Führungen durch diese Stätten und Vorträgen über den Buddhismus.

Spendenaktion für Flüchtlingskinder

In der Vorweihnachtszeit 2016 wurde zu einer Spendenaktion für Kinderbekleidung, Spielzeug und Winterbekleidung für Männer aufgerufen. Zahlreiche Spenden bezeugen die Hilfsbereitschaft und Willkommenskultur im Kiez. Der Umfang der Spenden war so groß, dass mehrere Fahrten des Quartiersbüros zur Notunterkunft in der Daimlerstraße erfolgen mussten.

Ehrenamtliche Unterstützung in Flüchtlingsunterkünften

Besuch in der Notunterkunft Daimlerstraße

Das Quartiersbüro W40 konnte 2016 und 2017 Bewohner/innen dafür gewinnen, sich ehrenamtlich im Übergangswohnheim und im Notaufnahmelager Daimlerstraße zu engagieren.

Auf Wunsch der Jury-Mitglieder wurde ein Besuch der Notunterkunft in der Daimlerstraße organisiert. Der Besuch diente dem Verständnis für die Situation der Geflüchteten.

text/fotos: Projektbeschreibung W40