Projekt "Müllmonster"

Stolze Müll-Entdecker und -Sammler in BSR-Orange
Ooooh - so viel Natur in der Naturschutzstation!
Vorsichtige Annäherung im Schmetterlingshaus

Die Grundidee des Projekts „Müllmonster“ entstand in Gesprächen zwischen Mitarbeiterinnen der Naturwacht Berlin e.V. und des Internationalen Bunds (IB), Träger des Übergangswohnheims Marienfelder Allee. Kinder aus dem Übergangswohnheim Marienfelder Allee und Kinder der Naturwacht Berlin – sogenannte Junior-Ranger – sollten zusammengebracht werden, um in einem gemeinsamen Projekt das Thema Müll zu behandeln.

Die Projektkoordinatorinnen Nathalie Bunke und Miriam Trostorf organisierten zwei Projekttage, an denen die Kinder sich an unterschiedlichen Orten kreativ mit diesem Thema auseinandersetzen konnten.

Der erste Projekttag fand im Kinderclub des Übergangswohnheims Marienfelder Allee statt. Je sechs Kinder aus dem Übergangswohnheim und der Naturschutzstation trafen zusammen. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde arbeiteten sie in Kleingruppen an dem gestellten Thema. Ausgestattet mit Warnwesten, Müllzangen, Digitalkameras und Arbeitsbögen, erkundeten sie ausgiebig die Umgebung des Wohnheims. Die Suche nach Müllecken wurde zum Spiel: Sie sammelten und fotografierten Müll und dokumentierten anschließend fleißig ihre Müllfunde.

Zurück im Übergangswohnheim wurden – nach einer kurzen Pause und Stärkung mit Saft, Obst und Keksen – Kollagen zu den Funden erstellt.

Am zweiten Projekttag trafen sich die Kinder aus dem Übergangswohnheim und die Junior-Ranger in der Naturschutzstation. Nach kurzer Begrüßung arbeiteten sie in einem der grünen Klassenzimmer direkt weiter an den Kollagen und arbeiteten die Fotografien vom ersten Projekttag ein. Nach einer kurzen Auswertung der Kollagen erkundeten die Kinder – ausgestattet mit Warnwesten und Müllzangen – den Naturschutzpark rund um die Station. Dabei konnten sie erneut Müllecken ausfindig machen. Unterwegs erfuhren sie etwas von der Geschichte des Müllbergs. Schließlich besuchten sie noch die Müllverbrennungsanlage.

Es blieb auch noch Zeit zum Toben in der Natur: Den Abschluss des Projekttages bildete eine sehr ausgiebige Führung durch die Station, der die Kinder begeistert folgten. Besonders beeindruckten sie das Schmetterlingshaus und die Bienenschaukästen. In einer heiteren und ausgelassenen Stimmung ging der für die Kinder sehr ereignisreiche Tag zu Ende.

Es ist geplant, die erarbeiteten Kollagen in Einrichtungen im Stadtteil auszustellen.

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