Medienhaus Marienfelde in neuer Trägerschaft

Sie schlossen heute gemeinsam das Medienhaus Marienfelde auf: Jugendstadträtin Angelika Schöttler (auf dem Foto links) und die Geschäftsführerin des Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrums der Ufa-Fabrik (NUSZ), Renate Wilkening.

Behalten wird allerdings Renate Wilkening den Schlüssel, den sie an ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Petra Gütling, Marc Roepke und Signe Ibbeken weiter gegeben hat, die in Zukunft für die Angebote in der Jugendfreizeiteinrichtung sorgen werden.
Im Herbst kommt noch eine weitere Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter zur Verstärkung hinzu.

Renate Wilkening und Angelika Benzin auf Seiten des NUSZ sowie Annegret Cornelius, Martina Wieben und Ursula Guse vom Jugendamt Tempelhof-Schöneberg haben die reibungslose Übertragung des Medienhauses Marienfelde vorbereitet.

Jugendstadträtin Angelika Schöttler führte in ihrer Rede zur Übertragung des Medienhauses Marienfelde an das NUSZ aus: „Heute übergibt das Jugendamt eine weitere kommunale Freizeiteinrichtung in freie Trägerschaft. Die Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung im Medienhaus Marienfelde wird nach einem Interessenbekundungsverfahren auf Beschluss der BVV vom 18.5.2010 an das Nachbarschafts – und Selbsthilfezentrum in der ufafabrik e.V. übergeben mit dem Ziel, dass bestehende Angebot zu erhalten und zu modifizieren. Das NUSZ übernimmt mit der Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung eine Einrichtung, die für Marienfelde aber auch über die Regionsgrenzen hinaus von besonderer Bedeutung ist.

Das Medienhaus Marienfelde zu dem die Stadtteilbibliothek und die Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung gehören, bildet seit 2002 ressortübergreifend einen bildungspolitischen und sozialpädagogischen Schwerpunkt. Durch dieses Kooperationsprojekt sind die Angebotsstrukturen beider Einrichtungen aufeinander zugeschnitten und abgestimmt.

2002 ging es vor allem darum, dass für alle Kinder und Jugendliche der Zugang zum neuen Medium Computer/Internet möglich wird. Jedes Kind und jeder Jugendliche können Medienkompetenz erlangen, das heißt, sie sollen mit dem PC und dem Internet so umgehen können, dass sie nicht von diesen Medien beherrscht werden. Dieses Ziel wurde in den vergangenen Jahren immer wieder modifiziert.

Die Kinder- und Jugendeinrichtung im Medienhaus Marienfelde bietet kontinuierlich seit acht Jahren den Mädchen und Jungen optimale Voraussetzungen, in die Welt der Medien einzutauchen. Es gibt einen großzügigen Internetbereich, aber auch eine gut ausgestattete Kreativwerkstatt und Räume zum Erledigen von Hausaufgaben, Spielen, Musik hören, Tanzen, Quatschen, Träumen und Relaxen. Schulklassen und Hortgruppen nutzen die guten Bedingungen für ihre Projekte und schätzen deren Unterstützung durch die freundlichen und kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

In Kooperation mit der Stadtteilbibliothek gibt es übers Jahr verteilt interessante Veranstaltungen.
So zum Beispiel in der kalten Jahreszeit das Kinderkino. Die Einrichtung ist Anbieter des zertifizierten Berliner Kinder- und Internetführerschein „compass“. Beide Einrichtungen profitieren in ihrer Tätigkeit durch die Kooperationsbeziehungen mit unterschiedlichen Schulen, Trägern, Vereinen und Initiativen. Gerade der Ausbau und die Stabilisierung dieser Kooperationsbeziehungen werden in der Zukunft dazu beitragen, dass die Vielfalt an Freizeitangeboten in Marienfelde erhalten bleibt bzw. noch erweitert werden kann.“

Besonders dankten Stadträtin Schöttler und die Regionalleiterin Marienfelde des Jugendamtes, Annegret Cornelius, den Mitarbeiterinnen des Medienhauses Helga Spranger und Tina Gülle die von Anfang an in der Einrichtung tätig sind. „Diesen Kolleginnen ist es in besonderem Maße zu verdanken, dass die Einrichtung eine wichtige soziale Aufgabe erfüllt. Sie schließt unter anderem die Betreuungslücke für Kinder, die trotz veränderter Schullandschaft die Einrichtungen aufsuchen, um sich zu entspannen, Freunde zu treffen aber auch mit den Betreuerinnen und Betreuern ihren Schul- bzw. Kinderalltag zu besprechen. Außerdem bietet die Einrichtung Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Freizeit sinnvoll zu verbringen.

Mit der Übergabe der Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung verbinden wir die Hoffnung und den Wunsch, dass Sie die guten Erfahrungen nutzen und Bestehendes weiterentwickeln.

Wir sind aber auch neugierig auf die Umsetzung und Realisierung Ihrer Ziele in Kooperation mit der Stadtteilbibliothek. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolgt“, sagte die Jugendstadträtin.

Helga Spranger, Tina Gülle und Monika Mandrella, die bisher im Medienhaus gearbeitet haben, wechseln in die städtische Kinder- und Jugendfreizeiteinrrichtung „haus of fun“ am Marienfelder Tirschenreuther Ring.

Renate Wilkening betonte in ihrer Rede, dass sie unter Medien nicht nur Computer verstehe, sondern auch Bücher und Zeitschriften. Und somit sei die Kombination mit der Stadtteilbibliothek ideal.
Frau Wilkening wies allerdings auch darauf hin, dass man sich über die Öffnungszeiten verständigen müsse, denn die Bibliothek habe beispielsweise mittwochs und auch am Wochenende geschlossen. Der Schwerpunkt der Öffnungszeiten müsse am Nachmittag und Abend sowie am Wochenende liegen. Hierfür werde es sicherlich eine Lösung geben.

Mit dem NUSZ übernimmt ein erfahrener Träger der Jugendhilfe eine weitere kommunale Einrichtung. Zum NUSZ gehören unter anderem auch der BoseClub in Tempelhof, der Jugendkeller Lichtenrade, das Jugend- und Kulturzentrum Spirale in Wilmersdorf, natürlich der berühmte Kinderbauernhof auf dem Ufa-Gelände, sowie Kitas in der Manfred- von-Richthofen- und Apostel-Paulus-Straße und im Luckeweg.

text/foto: PM JATS, KITS aktuell - Ed Koch