Generationenlauf in Marienfelde – Kiezbegeisterung mit Sport und Kultur

Spaß beim "lauf bis 6"

Das Wetter wollte nicht so recht mitspielen, konnte aber zahlreiche Bewohner_innen aller Altersklassen nicht davon abhalten, den 3. Marienfelder Generationenlauf am 14. Juni 2014 in „Mariengrün“ zu einem Fest für Läufer_innen und Kulturinteressierte werden zu lassen.

Jugendstadtrat Oliver Schworck eröffnete das Fest und begrüßte zu Beginn die Taiko-Trommelgruppe der Solling-Oberschule. Das im Rahmen des Stadtteilverfahrens W40 geförderte Projekt, ist das erste derartige Schulprojekt deutschlandweit - in Japan ist das Taiko-Trommeln mittlerweile fester Bestandteil vieler Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen.

Vier Läufe für Jung und Älter

Stadtrat Oliver Schworck übergibt Geschenke

Um 12:30 Uhr war es dann soweit: Stadtrat Oliver Schworck gab den Startschuss für den ersten Lauf mit Kindern bis 6 Jahren. Von den Zuschauer_innen, darunter viele Eltern, Großeltern und Verwandte, wurden die kleinen Läufer_innen begeistert angefeuert.

Jede_r erhielt nach Absolvierung des etwa 300 m langen Weges feierlich eine Medaille überreicht und anschließend eine Urkunde.
Im zweiten Lauf durften Kinder und Jugendlich ab 6 Jahren ihre Sportbegeisterung unter Beweis stellen, allerdings mussten sie die doppelte Wegstrecke zurücklegen.

Ein Höhepunkt der Laufveranstaltung war, wie jedes Jahr, der Lauf der Senior_innen. Viele Bewohner_innen aus dem Seniorenzentrum „Hilde“ und dem Wohnprojekt des EJF im Tirschenreuther Ring 5 nahmen teil, viele waren im Rollstuhl oder mit Rollator mit von der Partie. Jede Teilnahme wurde für die bravouröse Leistung mit Medaille und Urkunde geehrt, zur Stärkung danach gab es Kaffee und Kuchen.

Als vierter und letzter Lauf fand wieder der Fun-Lauf für Jedermann ohne Altersbegrenzung statt. Dieses Jahr haben besonders die jungen Medaillenanwärter hier ihre zweite Medaille erlaufen.

Abwechslungsreiches Bühnenprogramm inklusive

Natürlich mit dabei: der Seniorenlauf
Die Bläserklasse - Regen?! Ach was!

Ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm darf auch beim Generationenlauf nicht fehlen.

Eine junge, blinde Frau aus dem Gebiet, sang und begeisterte mit ihrer professionellen Darbietung das Publikum. Die Aerobic-Kindergruppe der Kiepert-Grundschule zeigte mit viel Freude auf der Bühne ihr Können.

Die Mädchen- Gesangsgruppe des 3D-Medienhauses präsentierte ihre Lieder mit Selbstbewusstsein, Charme und kräftiger Stimme. Eine Teenie-Tanzgruppe des Familienzentrums Marienfelde /Kita Vier Jahreszeiten, die sich selbstständig und ohne Anleitung auf den Auftritt vorbereitet haben, waren mit von der Partie.

Aber auch die Erwachsenen aus dem Quartier leisteten ihren Beitrag für das Unterhaltungsprogramm. Neben der Line-Dance-Gruppe aus dem Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum e.V. trat die Gruppe BernStein vom Integrationszentrum Harmonie e.V. auf.

Wie schon im letzten Jahr beendete eine Bläserklasse der Gustav-Heinemann-Oberschule mit einem kleinen Konzert das Fest um 16:00 Uhr.
Die jungen Musiker und Zuschauer ließen sich vom später strömenden Regen nicht die Stimmung verderben.

Peerhelper zum ersten Mal mit dabei

Gelungenes Kiezfest
Staunendes Publikum vor der Bühne

Neben den Läufen und der Bühnenshow gab es viele Marktstände, hier präsentierten sich die Kooperationspartner mit tollen Angeboten und vielen Informationen. Erstmals waren auch die Peerhelper mit einem eigenen Stand dabei. Sie verkauften leckere selbstgemachte, alkoholfreie Cocktails und machten sich im Gebiet bekannt. Peerhelper sind Jugendliche, die sich sozial engagieren möchten, um bspw. Ältere Menschen mit kleinen Diensten zu unterstützen, die aber auch bereit sind viele andere soziale Aufgaben zu übernehmen. Das Peerhelper-Projekt ist ein Projekt des Träger AHB Berlin Süd gGmbH.

Etwa 300 Besucher_innen, Organisatoren und Mitwirkende der Vereine und Träger und insgesamt 150 Teilnehmer_innen an den vier Läufen erlebten ein sehr abwechslungsreiches Fest. Nicht zuletzt bot es den Bewohner_innen einen Rahmen für viele Gespräche mit Nachbarn und regte zu eigenen Aktivitäten an.

- Organisiert wurde das aus den Mitteln des Projektefonds/SenStadtUm geförderte Fest vom TSV Marienfelde 1890 e.V. in Kooperation mit dem FC Stern Marienfelde und dem Vorortbüro W40. Zusätzlich haben die degewo, Alessia und das evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk mit einer Spende unterstützt.

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text: Beate Miculcy, Kerstin Neuberg; fotos: AG SPASS e.V.