Gute Laune, Sport und Spaß beim 6. Marienfelder Generationenlauf

Gleich geht´s lohooos: Die Kinder und Jugendlichen können das Startsignal kaum erwarten

Der Marienfelder Generationenlauf am 17. Juni 2017 wurde nun zum sechsten Mal im Quartier Waldsassener Straße mit großem Erfolg veranstaltet. Das Wetter lies den Organisatoren Stefan Behrendt vom TSV Marienfelde 1890 anfangs noch zittern, doch schon kurz nach der herzlichen Eröffnung durch den Schirmherren Stadtrat Oliver Schworck feierten die Besucher_innen bei Sonnenschein und blauem Himmel.

Wie schon im letzten Jahr fand der Generationenlauf unter dem Fokus statt, das Miteinander von geflüchteten und ansässigen Menschen in Marienfelde zu fördern. Und so kamen die rund 600 Gäste des diesjährigen Generationenlaufs sowohl aus der Großsiedlung rund um die Waldsassener Straße als auch aus der Notunterkunft an der Daimlerstraße und dem Übergangswohnheim an der Marienfelder Allee. Die kulturelle Vielfalt der Besucher_innen und Teilnehmenden schlug sich auch im gemeinsam aufgestellten Bühnenprogramm nieder.

Doch der Generationenlauf hat viele Facetten und so fördert diese Veranstaltung nicht nur das Miteinander unterschiedlicher Bewohner_innen, sondern auch das Miteinander verschiedener Generationen. Im Mittelpunkt des Generationenlaufs stehen die Läufe, die für verschiedene Altersgruppen angeboten werden: von den ganz Kleinen bis hin zu den Senior_innen. Sie alle, egal ob hier geboren oder erst kurze Zeit in Deutschland, hatten viel Spaß, denn es geht beim Generationenlauf nicht um das Gewinnen, sondern um das Mitmachen und dabei sein. Deshalb wird jede_r Läufer_in im Ziel beglückwünscht, alle erhalten eine Medaille und eine Urkunde.

Klasse Sache:: die Mädchentanzgruppe der Unterkunft Daimlerstraße
Die Besucher_innen genießen die schöne Atmosphäre beim Generationenlauf.

Neben der sportlichen Aktivität zieht der Generationenlauf natürlich auch als Stadtteilfest viele Besucher_innen an.
Denn hier kann man einmal mit den Nachbar_innen sprechen, die man sonst nur im Vorbeigehen grüßt. Bei ausgelassener Stimmung und leckerer Bewirtung kam man nun schnell miteinander ins Gespräch. Darüber hinaus bot das bunte und vielseitige Bühnenprogramm jede Menge an Gesprächsstoff und animierte viele Besucher_innen zum Mitsingen und Mitklatschen.

Zu Beginn trommelte Annika Schmidt vom Jugendtreff Basis die Leute aus ihren Häusern. Die Mädchentanzgruppe der Unterkunft an der Daimlerstraße und die Aerobic-Gruppe der Kiepert-Schule hatten vor dem Auftritt kräftig geprobt und beeindruckten mit ihren tänzerischen Darbietungen. Die Line-Dancer, die auf keinem Fest im Quartier fehlen dürfen, hatten viele Fans im Publikum und wurden auch reichlich beklatscht. Es begeisterte aber auch die junge Flamenco-Tänzerin mit ihren spanischen Rhythmen. Die Kinder vom Zirkus Cabuwazi, die sowohl aus Unterkünften für Geflüchtete als auch aus ansässigen Haushalten kommen, bannten mit den akrobatischen Darbietungen die Zuschauer_innen.

Beim Kiez-Quiz mit Herrn Steinmetz, dem Leiter der Notunterkunft in der Daimler Straße, konnten die Besucher_innen ihr Wissen unter Beweis stellen. Besonderen Beifall bekam auch die palästinensische Tanz- und Gesangsgruppe ALWADA, die die Besucher_innen mit ihren schönen Klängen und tänzerischen Darbietungen überzeugte. Zum Abschluss spielte die Bläserklasse der Gustav-Heinemann-Oberschule, die für einen runden und wohlklingenden Abschluss sorgte.

Die Palästinensische Tanz- und Gesangsgruppe ALWADA begeistert das Publikum

Besonders für die Kinder wurde beim Generationenlauf viel geboten: Hüpfburg, Torwandschießen, Glücksrad, Kinder­schminken, Schatzsuche, Pfeile werfen, Armbrustschießen und viele andere Spiel­angebote ließen keine Langeweile zu.

Die Erwachsenen hatten Gelegenheit, sich an den zahlreichen Infoständen der beteiligten Einrichtungen über deren vielfältige Angebote zu informieren.

Der Organisator wurde wie jedes Jahr von vielen Kooperationspartnern unterstützt. Mit von der Partie waren darüber hinaus: die degewo, der Mieterrat der degewo, das Familienzentrum, die Kita Vier Jahreszeiten und das 3 D Medienhaus der Ufafabrik, das haus of fun, die Seniorenresidenzen Hildburghauser Straße von Alloheim, netzwerk stadtraumkultur, das Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum Marienfelde Süd e.V., das Spielmobil, die Flüchtlingsunterkunft Daimlerstraße und das Quartiersbüro W40. Darüber hinaus beteiligten sich viele ehrenamtliche Helfer_innen aus dem Gebiet.

Finanziert wurde das Fest aus einer Spende der degewo und aus FEIN-Mitteln der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, die für die Förderung des Miteinanders von Geflüchteten und Beheimaten in der Großsiedlung rund um die Waldsassener Straße zur Verfügung gestellt werden.

text/fotos: W40