Aktionen der Gunstav-Heinemann-Schule gegen das Vergessen am 10. Mai auf dem Bebelplatz

„“Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.“
(Heinrich Heine in Almansor. Eine Tragödie, 1821)

 Am 10. Mai 2015 findet auf dem Bebelplatz das Lesen gegen das Vergessen (Bücherverbrennung von 1933 in vielen deutsche Städten, besonders aber in Berlin) statt.

Die Gustav-Heinemann-Schule wird auch dieses Jahr dabei sein.

Beginn:  Am 10. Mai 2015 als Stadtspaziergang um 13:30 Uhr

Ort:  Treffpunkt Alexanderplatz an der Weltzeituhr -
         Spaziergang zum Bebelplatz mit anschließender Lesung

131 weiße Schirme –-  jeder mit dem Namen eines/einer verfemten Schriftstellers/Schriftstellerin versehen – -   werden dabei getragen.

Der Fachbereich Kunst ist mit einer Installation und der Schirmherren-Aktion dabei, der Fachbereich Musik sorgt für die musikalische Begleitung, der Fachbereich Deutsch beteiligt sich mit einer Lesung.

Alle sind herzlich eingeladen, dabei zu sein!

Die Bücherverbrennung war ein Höhepunkt der organisierten und systematischen Verfolgung von Schriftstellern und kritischen Intellektuellen, die in ihren Werken die Werte des Humanismus, der Aufklärung, des Pazifismus verbreiteten.

Der Verbrennung der Schriften sollte bald die Verfolgung und Vernichtung unbequemer Dichter und Denker und all jener folgen, die weiterhin darauf bestanden, kritisch zu sein und selber zu denken.

Heinrich Heines traurige Prophezeiung findet ihren Höhepunkt in der Vernichtung von Millionen Menschen während des Zweiten Weltkrieges.

Es ist angebracht, wieder an Heines Zeilen zu erinnern.

Brennende Flüchtlingsheime in den Nachrichten, drakonische Strafen für kritische Blogger, so genannte „Whistleblower“ auf der Flucht ...

Kurt Tucholsky, dessen Werke mit denen von weiteren 130 Schriftstellern und Schriftstellerinnen auf den Scheiterhaufen geworfen wurden, sagte einmal:
"Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und zu sagen: Nein!"

text: PM GHO