Kinderführung und Gesprächsveranstaltung: Willkommen in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde im Februar

"Nepomuck und Bärlihupf: Fluchtgeschichten für Kinder (9 - 13 Jahre)" Kostenlose Kinderführung

Termin: So, 14. Februar 2016, Start 14:00 Uhr

Ort: Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, Marienfelder Allee 66/80, 12277 Berlin

Warum sind Menschen aus der DDR in die Bundesrepublik geflohen? Auf welchen Wegen ist ihnen die Flucht von einem Teil Deutschlands in den anderen gelungen? Wie haben sich Kinder gefühlt, die ihr Zuhause und ihre Freunde verlassen mussten? Die beiden Stofftiere Nepomuck und Bärlihupf, die in der Ausstellung der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde zu sehen sind, haben zwei Kinder auf ihrem Weg in den Westen begleitet und können von den damaligen Ereignissen erzählen. In der Ausstellung lassen sich viele weitere Objekte und Geschichten entdecken, anhand derer die Kinder den Lebenswegen von Flüchtlingen nachspüren können.

Dauer: 1 Stunde. Der Eintritt ist frei.
Um Anmeldung wird gebeten: Tel: 030 / 75 00 84 00 oder per E-Mail an info-enm[at]stiftung-berliner-mauer[.]de

Weitere Termine: Zweiter Sonntag in jedem Monat jeweils um 14:00 Uhr
13.03.2016, 10.04.2016, 08.05.2016, 12.06.2016,
10.07.2016, 14.08.2016, 11.09.2016, 09.10.2016, 13.11.2016, 11.12.2016


Fahnenflucht in die Freiheit - Begegnung mit Hans-Günther „Hansi“ Schmidt, Weltklasse-Handballer des VfL Gummersbach (1964 bis 1976)

Termin: Di, 16. Februar 2016, 19:00 Uhr

Ort: Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, Marienfelder Allee 66/80, 12277 Berlin

Zu der Veranstaltung lädt der Förderverein der Erinnerungsstätte in Kooperation mit der Stiftung Berliner Mauer herzlich ein:

Begrüßung:
Dr. Maria Nooke, Stiftung Berliner Mauer
Johann Schöpf, Förderverein Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde

Einführung: Ernst Meinhardt, Journalist Deutsche Welle

Filmausschnitt „Ein Pass für Deutschland“

Gespräch mit Hans-Günther Schmidt
Moderation: Dr. Helge Heidemeyer, Förderverein Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde

Am 30. November 1963 trifft Hans-Günther Schmidt in Köln eine der schwersten Entscheidungen seines Lebens. Der 21-jährige nutzt ein Handballturnier, um sich von der rumänischen Auswahlmannschaft abzusetzen und in Deutschland zu bleiben. Schmidt legt damit den Grundstein für seinen Aufstieg zu einem der besten Handballer aller Zeiten. Er weiß aber auch, dass er von nun an für sehr lange Zeit keinen Kontakt mehr zu seiner Familie haben wird. Ein rumänisches Militärgericht verurteilt ihn in Abwesenheit wegen „Fahnenflucht“. Für seine im Banat/Rumänien verbliebene Familie brechen schwere Zeiten an. Verhöre durch den gefürchteten Geheimdienst Securitate, Ächtung, Ausgrenzung, Berufsverbot. Jahrelang hat die Familie kein Einkommen mehr, lebt nur von dem, was der Hausgarten hergibt. Erst nach Intervention der Bundesregierung und nach langwierigen, schwierigen Verhandlungen mit der rumänischen Seite dürfen Schmidts Angehörige zwölf Jahre nach seiner Flucht nach Deutschland ausreisen.

Der Eintritt ist frei.

text: PM Erinnerungsstätte