Melde dich! - Das Berliner Register sammelt diskriminierende Vorfälle

Beim Berliner Register können Sie diskriminierende Vorfälle melden.

Diskriminierung und Rassismus gibt es an jeder Ecke - Die Registerstelle Tempelhof-Schöneberg erfasst rassistische, antisemitische, homo- und transphobe, rechtsextreme und andere diskriminierende Vorfälle. Beobachtete oder selbsterlebte Vorfälle können Sie telefonisch oder per Mail melden:

tempelhof-schoeneberg[at]berliner-register[.]de 
oder rufen Sie an: +49 (0)157 374 508 19


Unter Vorfällen verstehen wir nicht nur Vorkommnisse, die zur Anzeige gebracht werden, sondern auch Schmierereien, Aufkleber, Beschimpfungen oder abfällige Gesten.

Die Internetadresse des Berliner Registers mit der Aufzählung gemeldeter Fälle nach Stadtteilen ist:
www.berliner-register.de

- Hier gibt es den Kurzflyer mit den Kontaktdaten zum Ausdrucken und Weitergeben (PDF 183 kb).

Die Berliner Register dokumentieren rassistisch, antisemitisch, lbgtiq-feindlich*, antiziganistisch, rechtsextrem, rechtspopulistisch und andere diskriminierend motivierte Vorfälle, die sich in den Berliner Stadtbezirken ereignen.
(*lbgtiq= lesbian-bi-gay-trans-inter-queer; gemeint sind Vorfälle, die sich gegen homosexuelle, transsexuelle und intersexuelle Menschen richten.)

Im Bezirk Tempelhof-Schöneberg hat das Register in Trägerschaft des Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrums in der ufafabrik e.V. (NUSZ) im August 2014 die Arbeit aufgenommen.

Die Vorfälle, die sich in Tempelhof-Schöneberg ereignen, können von den Bürger_innen bei verschiedenen Anlaufstellen im Bezirk gemeldet werden. Diese sind auf der zentralen Seite der Berliner Register zu finden (www.berliner-register.de/tempelhof-schoeneberg-anlaufstellen). Die Anlaufstellen leiten die Meldungen an das Register des Bezirks Tempelhof-Schöneberg- das NUSZ- weiter. Hier werden die Vorfälle gesammelt und ausgewertet und auf der Internetseite der Berliner Register (www.berliner-register.de/chronik/tempelhof-schöneberg) publiziert.

Ein weiteres Anliegen des Registers ist es, die Öffentlichkeit auf die permanente Diskriminierung vieler Menschen im Alltag aufmerksam zu machen und zu sensibilisieren. Ziel des Registers ist es, nicht nur die „harten“ Vorfälle wie gewalttätige Angriffe und Sachbeschädigungen zu registrieren, sondern auch niedrigschwellige Ereignisse wie z.B. Beleidigungen, Bedrohungen oder Aufkleber, die aus verschiedenen Gründen nicht zur Anzeige kommen. Den Betroffenen von diskriminierenden Angriffen wird dadurch vermittelt, dass jegliche Form von Diskriminierung schwerwiegend ist, und sie mit ihren Erlebnissen ernst genommen werden. Gleichzeitig wird die Bürgerschaft durch ihre aktive Beteiligung und durch die Veröffentlichung der Vorfälle über die vielfältigen Formen diskriminierender Übergriffe im Bezirk aufgeklärt und für die Problematik sensibilisiert. Das Gefühl, selbst auch betroffen sein zu können oder Betroffene zu kennen, führt zu mehr Solidarität gegenüber denen, die Diskriminierung erfahren.

Alle Vorfälle werden jährlich pro Bezirk ausgewertet. Dadurch entsteht eine berlinweite Übersicht über regionale Schwerpunkte, an welchen Orten welche Formen von Diskriminierung gehäuft auftreten und eine dementsprechende Präventionsarbeit sinnvoll wäre. Dabei darf bei einer hohen Registrierung nicht automatisch auf ein hohes Aufkommen von Diskriminierung geschlossen werden; vielmehr kann es sich ebenso um eine besonders sensibilisierte Anwohnerschaft handeln. Die Fallzahlen sind von verschiedenen Faktoren abhängig:

  1. von der Einbindung des Registers in lokale Netzwerke,
  2. vom Grad der Sensibilisierung dieser Netzwerke für Ausgrenzung und Diskriminierung,
  3. von stattfindenden Vorfällen, die erlebt/beobachtet und gemeldet werden müssen.

Deswegen können Register nur ein unvollständiges Bild zeichnen, und die Zahlen sind nur ein erster Anhaltspunkt.

Die Registerstelle wird durch das „Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus“ der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen finanziert.

Kontakt:
E-Mail: tempelhof-schoeneberg[at]berliner-register[.]de 
Telefon: 01573-7450819

text/grafik: Registerstelle Tempelhof-Schöneberg