Ausstellungsprojekt: „Wenn der Kaiser Geburtstag hatte, da hatten wir schulfrei“

Foto: Marion Schütt: „Vera B.“, 2011

„Wenn der Kaiser Geburtstag hatte, da hatten wir schulfrei“ – Ein vierteiliges biographisches Ausstellungsprojekt in Berlin-Mariendorf, 26. April bis 30. Juni 2013

„Wenn der Kaiser Geburtstag hatte, da hatten wir schulfrei“ – Von Kaiser Wilhelm, an den sie sich als Kind erinnert, hat uns Elisabeth S. Erzählt. Sie ist 1906 in Charlottenburg geboren und lebt heute mit 107 Jahren in ihrer Schöneberger Wohnung. Frau S. verdanken wir den Titel unserer vierteiligen biographischen Ausstellung.

Kinderporträt von „Vera B.“, 2011
Foto: Marion Schütt: „Erwin H.“, 2011
Foto: Marion Schütt: „Astrid O.“, 2013
Foto: Marion Schütt: „Hausgemeinschaft Rollbergviertel“, 2013

Elisabeth S. ist eine von elf Überhundertjährigen, deren Porträts 2011 im Rathaus Schöneberg ausgestellt waren. Nach dem großen Erfolg der Ausstellung „Vielleicht bin ich ja ein Wunder – Hundertjährige in Tempelhof-Schöneberg“, zeigen wir die Fotoausstellung von Marion Schütt im Frühjahr 2013 erneut. Außerdem stellen wir weitere Ausstellungsprojekte zum Thema „Alter“ vor.
Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, mit der besonderen Unterstützung der Stadträtin für Gesundheit, Soziales, Stadtentwicklung, Dr. Sibyll Klotz.

Neben den Porträts der Hundertjährigen, die ab 26. April 2013 in der Martin-Luther-Gedächtniskirche in Berlin-Mariendorf zu sehen sind, geht es in der Ausstellung „Wenn der Kaiser Geburtstag hatte, da hatten wir schulfrei“ auch um Menschen, die deutlich unter hundert Jahre alt sind.

Gerade sie engagieren sich im Alter in gemeinschaftlichen Wohnprojekten. In enger Zusammenarbeit mit der Netzwerkagentur GenerationenWohnen, die im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung eingerichtet wurde, entstand das neue Projekt der Fotografin Marion Schütt. Zum Thema „Neu anfangen im Alter – Begegnung der Generationen“ wird die neue Ausstellung im Gesundheitsamt Mariendorf – gleich gegenüber der Martin-Luther-Gedächtniskirche – gezeigt.

Darin werden fünf unterschiedliche Wohnprojekte vorgestellt. Frau Schütt hat die Senioren mit Unterstützung der Journalistin Rita Preuß in ihrer unmittelbaren Umgebung porträtiert und interviewt. Anhand von Porträts, Texten und Hörstationen wird deutlich, mit welcher Lebensfreude und mit welchem Engagement die Senioren ein gemeinsames Ziel verfolgen: ein selbstbestimmtes Leben im Alter zu führen. Im Zentrum steht die Frage, warum sie sich für ihre jeweilige Wohnform entschieden haben und wie sie leben. Es soll nicht über alte Menschen gesprochen werden, sondern sie selber kommen zu Wort. Damit wird dem Betrachter eine Auseinandersetzung mit seinen eigenen Erfahrungen, Wünschen und Ängsten ermöglicht.

Zentraler Ort unserer vierteiligen biographischen Ausstellung „Wenn der Kaiser Geburtstag hatte, da hatten wir schulfrei“ ist die Martin-Luther-Gedächtniskirche, in der wir auch unser Rahmenprogramm veranstalten.

Darüber hinaus stellen Andreas Schilde und Hartmut Becker ihre Fotos zum Thema Alter vor. Während Herr Schilde in „Lebenszeit“ ausschließlich hochbetagte Frauen porträtiert hat, zeigt Herr Becker in „Leben bis zum letzten Augenblick“ neben seinen Porträts auch Alltagssituationen in einem Pflegeheim.

Wir laden Sie herzlich zur Eröffnung der Ausstellung „Wenn der Kaiser Geburtstag hatte, da hatten wir schulfrei“ in die Martin-Luther-Gedächtniskirche ein.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Hauptveranstaltungsort:
Martin-Luther-Gedächtniskirche, Riegerzeile 1a, 12105 Berlin-Mariendorf

Laufzeit:
von Samstag, 27.4. bis Sonntag, 30. Juni 2013

Eintritt frei

Öffnungszeiten: Mi, Fr, Sa 14:00 - 18:00 Uhr, Di 13:00 - 15:00 Uhr

Vernissage: Freitag, 26.4.2013, um 16 Uhr
Programm: Begrüßung und Vorstellung des Ausstellungsprojektes von Dr. Sibyll Klotz (Bezirksstadträtin für Gesundheit, Soziales, Stadtentwicklung), Thilo Haak (stellv. Superintendant des Kirchenkreises Tempelhof) und Pfarrer H.-M. Brehm. Es spielt die Dixieland Combo „Iry Six“.

Stationen der Ausstellung:

Vielleicht bin ich ja ein Wunder – Hundertjährige in Tempelhof Schöneberg

Fotoausstellung von Marion Schütt
Ort: Martin-Luther-Gedächtniskirche, Riegerzeile 1a, 12105 Berlin
Mi, Fr, Sa 14:00 - 18:00 Uhr, Di 13:00 - 15:00 Uhr

Neu anfangen im Alter – Begegnungen der Generationen

Fotoausstellung von Marion Schütt
Ort: Gesundheitsamt Rathausstraße 27, 12105 Berlin
Mo - Fr 9:00 - 18:00 Uhr

Lebenszeit – Alte Menschen – Wer will sie sehen?
Fotoausstellung von Andreas Schilde
Ort: Stadtteilzentrum KoKuMa , Rathausstraße 28, 12105 Berlin
Mo, Do, Fr 9:00 - 13:00 Uhr, Di 13:00 - 15:00 Uhr, Mi 13:00 - 16:00 Uhr

Leben bis zum letzten Augenblick – Notizen aus dem Pflegeheim
Fotoausstellung von Hartmut Becker
Ort: Café Piccolo, Riegerzeile 1a, 12105 Berlin
Mi, Fr, Sa 14:00 - 18:00 Uhr, Di 13:00 - 15:00 Uhr

Ein Projekt der Netzwerkagentur GenerationWohnen im Rahmen der STATTBAU GmbH in Zusammenarbeit mit der Stiftung Leben in Berlin, der EV. Kirchengemeinde Berlin-Mariendorf und dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Abt. Gesundheit, Soziales, Stadtentwicklung.

Rahmenprogramm unter: www.mlgk.de 

Fotografen:
Marion Schütt, Hartmut Becker, Andreas Schilde

text: PM