Ausstellung „Das gebrochene Schweigen“

Eine hochinteressante Ausstellung über Geschichte, Kultur und Schicksal der Deutschen aus Russland trug im September 2009 dazu bei, das Verständnis für die Geschichte und Kultur der Zuwanderer, die heute als "Spätaussiedler" in Deutschland leben, zu wecken.

Im Bezirk Tempelhof-Schöneberg leben viele Deutsche mit ihren Familien aus Russland und anderen Ländern der ehemaligen Sowjetunion, viele davon gerade auch in der Großsiedlung Waldsassener Straße. Doch der Alltag zeigt, dass deren Geschichte vielen Menschen nicht bekannt ist.

Die Ausstellung „das Schweigen brechen” sollte einerseits informieren, andererseits und vor allem aber das Gespräch zwischen alten und neuen Nachbarn in Gang bringen. Ziel war, sowohl einheimischen Deutschen als auch Spätaussiedlern selber, insbesondere den jungen Leuten,  die tragische Geschichte der Russlanddeutschen nahe zu bringen.

Es geht um die komplizierten Verwicklungen ihrer Schicksale, die Schwierigkeiten und die  Entbehrungen, die in der ehemaligen UdSSR bewusst verschwiegen wurden - und über die Viele hier in Deutschland zu wenig wissen.

Die Wanderausstellung „Das gebrochene Schweigen“ wurde auf Initiative des Vereins Lyra e.V. mit Unterstützung des Berliner Senats geschaffen. Seit ihrer Eröffnung im September 2007 hat sie bereits an verschiedenen Orten in Berlin Station macht. Immer erfuhr sie große Aufmerksamkeit.

Unter den Ausstellungsexponaten befindet sich eine große Anzahl historischer Dokumente, Siedlungskarten der Russlanddeutschen sowie ihrer Deportationsorte, statistische Angaben, aber auch Materialien und Fotografien aus den persönlichen Archiven der Aussiedler selbst.

Die Ausstellung wurde am 4. September 2009 mit einem kleinen Kulturprogramm feierliche eröffnet und war im Ladengeschäft direkt neben dem Quartiersbüro bis zum 2. Oktober 2009 zu sehen.

- Die Ausstellung "Das gebrochene Schweigen" erhielt Unterstützung über die "Stadtteilentwicklung".

text: Begrüßungsrede/wolk