Quartiersbüro W40 feiert 5 Jahre Quartiersentwicklung in Marienfelde Süd

Im Frühjahr 2009 nahm das Quartiersbüro W40 der AG SPAS e.V. im Auftrag des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg seine Arbeit in der Großsiedlung rund um die Waldsassener Straße und den Tirschenreuther Ring auf. Nun wird auf 5 Jahre erfolgreiche Quartiersarbeit in der Großsiedlung zurückgeblickt.

Das Leben vor Ort gemeinsam mit den Anwohnern und Akteuren schöner und liebenswerter zu gestalten – das ist, grob gesagt, das Anliegen der Mitarbeiter/innen des Quartiersbüros.

Um das zu erreichen, gibt es verschiedene Zielsetzungen:

  • „Je mehr Menschen aus dem Stadtteil mitmachen, desto besser! Selbst anpacken ist besser als abwarten!“ (Bewohneraktivierung und Förderung von Selbsthilfe und Eigenverantwortung)
  • „Die Bewohner sind die Experten“ (Partizipation)
  • „Unser Kiez ist bunt und vielfältig“ (Integration)
  • „Gemeinsam stellen wir mehr auf die Beine!“ (Förderung von Vernetzung und Kooperation der Einrichtungen, Vereine, Akteure und Bewohnergruppen)
  • „Die Kinder sind unsere Zukunft – für sie tragen wir besondere Verantwortung!“ (Schaffung kinder- und familienfreundlicher Strukturen)
  • „Alle sollen wissen, was hier Tolles los ist!“ (Öffentlichkeitsarbeit)
  • „Ein Fest jagt das nächste“ (Stadtteilkultur)
  • „Wir respektieren uns gegenseitig“(Förderung der Konfliktfähigkeit)

Für das Quartiersverfahren in Marienfelde Süd werden von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt jedes Jahr aus dem „FEIN-Programm“ („Freiwilliges Engagement in Nachbarschaften“) finanzielle Mittel zur Förderung von Projekten zur Verfügung gestellt - für 2014 in Höhe von 33.000 .

Akteure und Bewohner/innen können Ideen und Projektvorschläge einreichen, die der Quartiersentwicklung dienen. Das Quartiersbüro berät, unterstützt und begleitet die Projekte und deren Antragsteller bei der Umsetzung. Vieles ist machbar, kommen Sie vorbei, reichen Sie Ihre Ideen im Quartiersbüro ein!

Welche Ideen und Vorschläge realisiert werden sollen, darüber entscheidet eine Vergabe-Jury, in der ausschließlich Bewohner/innen und Vertreter/innen hier ansässiger Einrichtungen mitwirken. In diesem Jahr wird die Jury neu gewählt. Wer Interesse hat, in der Jury mitzuwirken, meldet sich bitte im Quartiersbüro W40.

Viele schöne Projektes sind seit 2009 realisiert worden, einige davon haben bereits Tradition, wie z.B. das Marienfelder Sportfest, der Generationenlauf, der Tortenwettbewerb oder die gemeinsame Weihnachtsfeier für einsame Menschen an Heiligabend. Mieterfeste, Basteln, Handarbeiten und Tanz für Kinder, Sport und Begegnung für Senior/innen, ein Trödelmarkt, Theateraufführungen und Fortbildungen. Das alles und noch viel, viel mehr wurde in den vergangenen Jahren auf die Beine gestellt. Und immer war damit sehr viel ehrenamtliches Engagement verbunden.

Auch in diesem Jahr ist Spannendes geplant, zwei große Projekte befinden sich in der Vorbereitung. So die Jury zustimmt, könnten auf dem Gelände des ehemaligen Ökohauses in Kooperation mit der degewo „interkulturelle Gärten“ entstehen. Denn das gemeinsame Gärtnern macht Spaß, hat etwas Verbindendes und fördert den Austausch und das Miteinander der Teilnehmenden. Mit verschiedenen theaterpädagogischen Techniken würde durch das Projekt des Jugendmuseums „Mein Marienfelde – unser Marienfelde“ das Selbstbewusstsein und die Konfliktfähigkeit von Kindern der Marienfelder Grundschule gefördert. Natürlich sind auch dieses Jahr wieder jede Menge Feste geplant und das Quartiersbüro ist gespannt auf die Ideen der Bewohner/innen und Akteure.

Ein wichtiges Gremium der Gebietsentwicklung ist das Stadtteilforum. Am 28. April 2009 fand auf Einladung der damaligen Jugendstadträtin und jetzigen Bürgermeisterin Frau Angelika Schöttler das 1. Stadtteilforum in der Großsiedlung statt. Viele Bewohner/innen kamen, brachten Ihre Kritiken, Ideen und Vorschläge zur Verbesserung des Lebens im Stadtteil vor. Diesen wurde nachgegangen, vorgebrachte Mängel soweit möglich beseitigt. Das nächste Stadtteilforum findet übrigens am 10. April 2014 um 18.00 Uhr unter der Leitung des Stadtrates Oliver Schworck im Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum Marienfelde, Waldsassener Str. 40 a, statt. Dann wird u.a. über die Arbeit von Laib und Seele berichtet, das Projekt der Interkulturellen Gärten vorgestellt und auf 5 Jahre Quartiersentwicklung zurück geblickt. Und natürlich ist wie immer jede Menge Raum für Ideen, Anregungen und Kritik der anwesenden Bewohner/innen, Einrichtungen und Initiativen. Kommen Sie vorbei, das Stadtteilforum ist offen für Alle!

Das Quartiersbüro W40 möchte die Arbeit der letzten 5 Jahre im Rahmen einer kleinen Ausstellung Revue passieren lassen. Mit Bildimpressionen wird die Vielfalt der Projekte noch einmal lebendig. Alle Bewohnerinnen und Bewohner und Interessierten sind herzlich eingeladen, sich die Fotos anzuschauen und sich zu erinnern. Die Ausstellung kann zu den regulären Öffnungszeiten vom 13. März bis zum 30. April 2014 bestaunt werden. Die Mitarbeiterinnen des Quartiersbüros stehen gerne für Gespräche zur Verfügung und freuen sich auf Sie!


Kontakt:

Quartiersbüro W40 der AG SPAS e.V.
Beate Miculcy, Natascha Wiemann
Waldsassener Str. 40, 12279 Berlin
Telefon: 530 85 265, W40[at]ag-spas[.]de
www.waldsassener-strasse.de

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag    10.00 bis 15.00 Uhr
Dienstag             15.00 bis 17.00 Uhr

text: PM W40