Ein gelungenes Sport-, Kultur- und Kiezfest: Der 2. Marienfelder Generationenlauf am 7. September

... und los geht´s! Da ist die eher jüngere Generation am Laufen ...

Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich Bewohnerinnen und Bewohner aller Altersklassen zum 2. Marienfelder Generationenlauf am 7. September 2013, von 12:00 bis nach 16:00 Uhr auf der Freifläche vor dem Tirschenreuther Ring 24 in Mariengrün zu einem Fest der Läufer und Kulturinteressierten.
Jugendstadtrat Oliver Schworck eröffnete das Fest und begrüßte zum Beginn die Taiko-Trommelgruppe der Solling-Oberschule. Das im Rahmen des Quartiersverfahrens W40 geförderte Projekt ist das deutschlandweit erste derartige Schulprojekt – in Japan ist das Taiko-Trommeln fester Bestandteil vieler Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen.

Auch rundherum war für alle was mit dabei: vom Kinderschminken ...
... bis zum beliebten Glücksrad

Stadtrat Schworck gab auch den Startschuss für den ersten Lauf mit Kindern bis 6 Jahren. Wie bei allen 4 Läufen ging es nicht um Sieger und Platzierungen. Von den Zuschauern, darunter viele Eltern, Großeltern und Verwandten, wurden die kleinen Läufer, auch die letzten,  angefeuert und am Ziel beglückwünscht. Jeder Läufer erhielt nach Absolvierung des etwa 300 m langen Kurses eine Medaille und Urkunde für die Teilnahme.

Unmittelbar nach der ersten Medaillenvergabe der kleinen Läufer/innen begeisterte die Tanzgruppe der Marienfelder Grundschule die zahlreichen Zuschauer/innen mit internationalen Tänzen. Die Aufregung der kleinen Tänzerinnen vor dem Auftritt erwies sich als völlig unbegründet. Die Zuschauer/innen honorierten damit auch das Engagement der Tanzlehrerin, die dieses von W40 geförderte Projekt leitet.

Und Schlag auf Schlag ging es weiter mit dem nächsten Lauf für Kinder ab 6 Jahre. Auch hier gab es eine begeisterte Zuschauerkulisse, die die Läufer über die zwei Runden anfeuerte, jeder/m Läuferin im Ziel applaudierte.

Hut ab - und Applaus: Auch die Senior/innen machten mit!

Das angekündigte Schauboxen des 3D-Medienhauses Marienfelde musste leider wegen kurzfristiger anderer Verpflichtungen der Akteure ausfallen. Doch das wurde durch die vielen anderen Angebote der beteiligten Einrichtungen des Stadtteils mehr als wettgemacht. Für die Kinder gab es weitere vielfältige Bastel- und Sportangebote.
Die Zeit verging wie im Fluge und bevor sich die Zuschauer von allen Angeboten an den zahlreichen Ständen überzeugen konnten, erfolgte der Start für den 3. Lauf für Senior/innen, darunter viele Bewohner/innen aus dem Seniorenzentrum „Hilde“ und dem Wohnprojekt des EJF im Tirschenreuther Ring 5, darunter viele Teilnehmer/innen im Rollstuhl oder mit Rollator. Wie bereits im Vorjahr war dieser Lauf einer der vielen Höhepunkte des Tages. Mit Respekt, Bewunderung und Applaus verfolgten viele Zuschauer/innen auch diesen Lauf. Jede/r Teilnehmerin erhielt neben der Medaille und Urkunde als Dankeschön für die bravouröse Leistung ein Stück Kuchen und einen Kaffee.

Ganz schön schüchtern: der kleine Angsthase

Kaum war dieser Lauf vorbei, wurde ein weiterer Höhepunkt des Tages angekündigt: die Premiere eines vom Jugendklub Labyrinth erarbeiteten und inszenierten Musicals zu einem Kinderbuch von Elisabeth Shaw „Der kleine Angsthase“. Die zauberhaften Kostüme und das Bühnenbild entwarfen setzten die jungen Frauen selbst um. Mit diesem von W40 geförderten Projekt, das Kinder und Erwachsene zu Zivilcourage auffordert, leisteten die jungen Frauen und Mädchen einen Beitrag zum diesjährigen Förderschwerpunkt Gewaltprävention. Die zahlreichen Zuschauer/innen aller Altersstufen verfolgten gebannt den Darbietungen der kleinen und großen Akteure.

Und nochmal: ab die Post - diesmal für Jedermann beim Fun-Lauf!

Schließlich startete gegen 15:00 Uhr der abschließende Fun-Lauf für Jedermann. Unter großem Jubel setzten sich die Teilnehmer/innen selbst gewählten Schwierigkeiten aus, die das Laufen enorm erschwerten. Lachend und pustend erreichten die Läufer das Ziel.
Doch damit war das Fest noch nicht zu Ende. Eine Bläserklasse der Gustav-Heinemann-Oberschule präsentierte sein Können für die Besucher/innen des Festes in einem kleinen Konzert. Man sah viele Zuhörer/innen, die begeistert den Darbietungen folgten, gingen mit dem Rhythmus mit.
Den Schlusspunkt setzten Schüler/innen der Marienfelder Grundschule, die von bisherigen Ergebnissen ihres von W40 geförderten Projekts „Dissen, liken und was noch?“ berichteten, das seit Anfang diesen Jahres vom Jugendmuseum Schöneberg in Zusammenarbeit mit 5., in diesem Schuljahr mit den jetzigen 6. Klassen durchgeführt wird.

Volles Engagement: die Bläserklasse der Gustav-Heinemann-Oberschule ...
... und Schüler/innen der Marienfelder Grundschule

Organisiert wurde das von W40 aus Projektmitteln geförderte Fest vom TSV Marienfelde 1890 in Kooperation mit dem FC Stern Marienfelde.
Das Projekt „Integration durch Sport“ des Landessportbundes Berlin hatte Hüpfburg und Torwandschießen aufgeboten, am Stand der degewo konnte man sich über deren Angebote informieren sowie von kostenlos feilgebotenen Waffeln – nach Wunsch mit Zucker und/oder Apfelmus naschen, Kinder wurden von einer Maskenbildnerin zauberhaft geschminkt.

Vertreter/innen des Seniorenwohnprojekts und der Seniorenfreizeitstätte des EJF in Mariengrün sowie des degewo-Projekts Sophia informierten über ihre speziellen Angebote für Senior/innen. Am Stand der Alloheim-Seniorenresidenz „Hilde“ konnten sowohl ältere wie jüngere Besucher/innen am Glücksrad drehen, einen Apfel gewinnen und auch deren Angebote – nicht nur für Heimbewohner – kennenlernen.

Weitere Kooperationspartner waren das Beschäftigungsprojekt der AG SPAS e.V. „Bewohnercafé Mariengrün“, das Familienzentrum Marienfelde, die Kita Vier Jahreszeiten und das 3 D Medienhaus Marienfelde (NUSZ/ufafabrik), die Gustav-Heinemann-Oberschule, die Kinder- und Jugendfreizeitstätte Haus of fun, das Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum Marienfelde Süd e.V. und das Quartiersbüro W40 der AG SPAS e.V.
Von den Kooperationspartnern wurden an zahlreichen Ständen außerdem Kaffee und Kuchen, Gegrilltes und Kartoffelpuffer gereicht.

Die ca. 100 Organisatoren und Mitwirkenden, die insgesamt Teilnehmer/innen an den 4 Läufen und etwa 300 Besucher/innen erlebten ein sehr abwechslungsreiches Fest. Nicht zuletzt bot es den Bewohner/innen einen Rahmen für viele Gespräche mit Nachbarn und regte zu eigenen Aktivitäten an.

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text/fotos: A. Poweleit